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Die Neurodermitis oder das “atopische Ekzem´“ gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen. Innerhalb von 30 Jahren hat diese entzündliche Hauterkrankungum das Dreifache zugenommen. Die Erkrankung betrifft vor allem Kinder und entwickelt sich häufig bereits schon im Vorschulalter. Das Haupt-problem für an Neurodermitis Erkrankte ist der quälende Juckreiz, der zu Reizbarkeit und Schlafstörungen führt, was die betroffenen Kinder und ihre Eltern gleichermassen belasten.

Die gestörte Immunregulation führt zu ungewöhnlich heftigen Hautreaktionen auf eigentlich harmlose Substanzen wie Wolle, Kuhmilch, Weizen oder Nüsse. Auf der sensiblen Haut zeigt sich eine entzündliche Rötung mit bläschenartigen, stark juckenden Veränderungen. Durch Kratzen kann es zu Infektionen und bräunlichen Verkrustungen kommen. Die gestörte Barrierrefunktion trocknet die Haut aus, sie wird dicker, ist minderversorgt und empfindlich.

Die Ursache allergischer Geschehen und Nahrungsmittel-unverträglichkeiten ist neben der Veranlagung immer eine Störung des Gleichgewichtes der im Darm angesiedelten sensiblen Bakterienflora. Wie ein Korallenriff mit seinen unterschiedlichen Bewohnern bildet der Darm mit den dort beheimateten Darmbakteien die Basis für ein funktionierendes Immunsystem. Daher ist eine Stuhluntersuchung zur Ermittlung der im Darm befindlichen Bakterienarten und deren Anzahl die Voraussetzung für eine ursachenorientierte Therapie der Neurodermitis.

Fehlende Bakterienstämme werden diese über die Einnahme verschiedener Präparate aufgebaut. Die wieder-hergestellte gesunde Darmflora ist dann meist in der Lage, die oft vorhandene Pilze oder krankmachende Keime selbst zu dezimieren. Solange sich die natürliche Zusammensetzung der Darmbakterien noch nicht eingestellt hat, sollten sowohl die Haut reizende als auch allergieauslösende Substanzen konsequent gemieden werden.

Hier hilft eine Ernährung mit naturbelassenen Lebensmitteln. Konservierungsstoffe, Emul-gatoren und Farbstoffe, wie sie in Fertiggerichten zu finden sind, müssen vermieden. Als für Kinder nachhaltig wirksam hat sich die Ernährung nach den Regeln der Traditinellen Chinesischen Medizin herausgestellt. Ein individuell erstellter Ernährungsplan führt oft bald zu einer Entspannung der gereizten Situation. Steigern lässt sich der Effekt deutlich mit der Ohrakupunktur, die mit wenigen Nadeln schonend und in kurzer Zeit beachtliche Erfolge erzielen kann.

Ist die Haut bereits stark unterversorgt mit Mineralien und Spurenelementen, kann die Ernährung durch die einfache und schnell wirksame hypoallergene orthomolekulare Therapie (hoT) mit Magnesium, Calcium, Spurenelementen und Omega 3 Fettsäuren ergänzt werden. Nachtkerzenöl oder Borretschöl können den oft bei allergischen Erkrankungen bestehenden Mangel an essentiellen Fettsäuren wirksam ausgleichen.

Eine in der Behandlung von Kindern bewährte Therapieform ist die Homöopathie. Das Einnehmen von Globuli oder Lutschtabletten wird von Kindern gut angenommen ist weder kompliziert noch geschmacklich unangenehm und ist bei fachgerechtem Einsatz absolut frei von Neben-wirkungen. Wichtig für den Erfolg ist das Ermitteln des persönlichen Konstitutions-mittels, im Rahmen einer homöopathischen Anamnese. Der quälende Juckreiz, die zerürbenden Schlafstörungen und die angegriffene Haut lassen sich wirksam mit dem homöopathischen Verfahren „Biochemie nach Dr. Schüssler“ lindern. Hier wirkt die Nr. 7 beruhigend auf die Haut und Seele, Nr. 3 Ferrum phosphoricum lindert Entzündungen und Nr. 11 Silicea untestützt die Regeneration der Haut.

Auch wenn die durch zu wenig Talgbildung trockene, schuppige Haut und der Juckreiz scheinbar das eigentliche Problem für das Kindes darstellen, sollte die Haut möglichst in Ruhe gelassen werden. Die Haut abdeckende Salben wirken sich ungünstig aus. Besser ist es, die sensible Haut mit Stiefmütterchentee abzutupfen. Dieses Kraut hat eine cortisonähnliche entzün-dungshemmende Wirkung. Die Gerbstoffe des schwarzen Tees bilden als Umschlag angewendet eine schützende Membran auf der Haut und helfen so Entzündungen zum Abklingen zu bringen. Mit verdünntem Essig getränkte Kompressen lindern den Juckreiz, wirken mild reinigend und desinfizierend.

Die Haut ist das größte Organ des Körpers und bildet einen Schutz gegen Enflüsse der Umwelt. Die Haut gilt als Kontaktorgan und auch unsere seelische Befindlichkeit äußert sich über den „Spiegel unserer Seele“: wir werden rot vor Scham, blass vor Angst oder bekommen eine Gänsehaut. So können neben Umweltfktoren und einem gestörten Immun-system auch psychische Belastungen Gründe dafür sein, dass sich unser Kind „nicht wohl in seiner Haut fühlt.“

Eltern von Kindern mit anhaltenden Hautproblemen, sollten daher auch darüber nachdenken wie es mit der Kontaktfähigkeit ihres Kindes seht Hat es Freunde? Besteht ein ausgeglichenes Verhältnis von Nähe und Distenanz im Umgang mit Familie und Fremdem?

Haben Kinder psychische Probelme können neben einer psychologischen Beratung Bachblüten gute Hilfe leisten. Je nach Ursache und Gemüts-zustand können aus dem reichen Schatz der Blütenessenzen z.B. Crab apple, Holly oder Impatiens helfen die Seele des Kindes zu entspannen und die verborgenen Sorgen an die Oberfläche zu bringen.